Bilanzpressekonferenz 2008

Heute Vormittag hat unsere Bilanzpressekonferenz statt gefunden. Unser gutes Jahresergebnis 2007 konnten wir 2008 sogar nochmals verbessern. Unser EBIT haben wir von rund € 163 Mio. auf € 169,5 Mio. steigern können. Auch im Filialnetz konnten wir das EBIT auf dem Stand von 2007 in Höhe von € 14 Mio. halten.
Diagramm_EBIT
Wir werden zusätzlich zur Ausschüttung einer Basisdividende von 1,50 EUR/Aktie auch eine Sonderdividende von 1,00 EUR/Aktie auszahlen. Dadurch profitieren auch viele Kleinanleger/Privatpersonen, sowie mehr als 13.000 Postlerinnen und Postler (da 51% der Post-Mitarbeiter Aktionäre sind).

Durch diesen Erfolg zeigen wir, dass wir mit dem uns anvertrauten Geld der Aktionäre verantwortungsvoll umgehen.

Viele Journalisten haben uns gefragt, wieso wir nicht weniger Gewinne machen oder weniger Dividende auszahlen und dadurch defizitäre Postämter offen halten können?

Unsere Antwort: Das Geld, mit dem die Post agiert, ist nicht unser Geld, sondern das Geld von unseren Eigentümern. Nachdem wir im laufenden Jahr keine großen Unternehmenszukäufe geplant haben, ist es mehr als fair, unseren Aktionären Geld zurück zu geben. Es wäre verantwortungslos, mit den Gewinnen nachhaltig defizitäre Unternehmensteile am Leben zu erhalten. Ein Großteil unserer Gewinne kommt aus dem reservierten Bereich, also dem Monopolbereich, den es ab 2011 nicht mehr geben wird.

Eine weitere häufig gestellte Frage der anwesenden Journalisten war, wie es heuer bzw. 2010 mit der Post weiter geht? Ich kann da nur antworten, dass wir uns von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung nicht abkoppeln können, aber wir tun unser Bestes, um den Erfolg unseres Unternehmens auch weiterhin gewährleisten zu können.

Bedanken möchte ich mich an dieser Stelle bei allen Mitarbeitern, die uns dieses gute Ergebnis erst durch Ihren Einsatz ermöglicht haben. Und ich möchte alle, Mitarbeiter, Eigentümer und Kunden einladen, gemeinsam den vor uns liegenden Weg der Liberalisierung, der auch einiges an Umstellungen bedeuten wird, zu gehen und mitzugestalten.

2 Kommentare

Sehr geehrter Herr Götz!

Zunächst einmal: es ist eine gute Idee, eine solche Möglichkeit des direkten Kontaktes einzurichten!

Zur aktuellen Thematik von Postamtsschließungen: Die Post ist am Markt vertreten, keine Frage, muss ordentliche Zahlen aufweisen können. Und die Post ist derzeit recht gut positioniert, wenn man die Kennzahlen mitverfolgt.

In unserem Postamt (steht auf der Schließungsliste) ist meistens so viel los, dass man warten muss. Die einzige Mitarbeiterin arbeitet äußerst fleißig und ist immer beschäftigt. Durch die häufige Inanspruchnahme muss man sagen, dass aus subjektiver Sicht dieses Postamt mehr als ausgelastet ist! Weniger als einen Mitarbeiter kann man da nicht reinstellen. Da dort soviel los ist, ist es nur sehr schwer nachvollziehbar, wie man dort darauf kommt, dass die Auslastung zu gering ist bzw. die Kundenfrequenz nicht passt und Verluste geschrieben werden.

Außerdem ist das Einzugsgebiet enorm (wenn Sie wollen kann ich Ihnen die genauen Daten übermitteln). Dieses Postamt hat übrigens ein sehr großes Gebäude. Meine Annahme in diesem konkreten FAll: Dass sämtliche Kosten auch des Gebäudes da mithineingerechnet werden. Die eine Mitarbeiter kann daher niemals soviel Arbeiten, dass da dann ein plus herauskommt. Wäre es nicht vielleicht möglich, dass Sie sich dieses Beispiel nochmals genau ansehen. Wenn nämlich z.B. das Gebäude verkauft wird und nur für die tatsächlich benötigten Räume Miete gezahlt wird, würden die Zahlen sicherlich ganz anders interpretiert werden.

Danke für eine Antwort!
Lieber Herr Martin,
ein sehr interessanter Ansatz. Da mich schon mehrere Personen auf dieses Thema angesprochen haben, werde ich einen eigenen Eintrag dazu machen.

Mit freundlichen Grüßen

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