Neuerlicher Bescheid des Verkehrsministeriums erschwert die notwendige Neustrukturierung unserer Post.
29. September 2009
Das Verkehrsministerium hat uns per Bescheid abermals untersagt, defizitäre Postfilialen in Post.Partner umzuwandeln. Das ist völlig unverständlich für uns: Erstens haben wir – über die geltenden rechtlichen Verpflichtungen hinaus – zugesagt, eine Postfiliale nur dort umzuwandeln, wo auch ein Post.Partner gefunden wurde. Daran haben wir uns ausnahmslos gehalten und werden dies auch in Zukunft tun. Und zweitens müssen wir unser Unternehmen auch auf die Liberalisierung am Postmarkt vorbereiten – Neustrukturierungen innerhalb der Post sind damit unumgänglich.
Es stimmt auch nicht, dass wir nur mit weiteren 49 Post.Partner fertige Verträge haben. Wir haben dem Ministerium mitgeteilt, dass wir mit über 70 Interessenten bereits Post.Partnerschaften in den jeweiligen Gemeinden vereinbart haben (Verträge stehen kurz vor Unterschrift) und mit vielen anderen Bewerbern in abschließenden Verhandlungen stehen.
Wir werden alle möglichen Rechtsmittel gegen diesen Bescheid ergreifen. Der Bescheid bewirkt das genaue Gegenteil von dem, was das Ministerium sagt. Er sichert nicht die Versorgung ab, sondern schadet unserem Unternehmen und gefährdet unser erfolgreiches Post.Partner-Konzept. Und damit zukünftig die flächendeckende, verlässliche Versorgung mit Postdienstleistungen für alle ÖsterreicherInnen
Es stimmt auch nicht, dass wir nur mit weiteren 49 Post.Partner fertige Verträge haben. Wir haben dem Ministerium mitgeteilt, dass wir mit über 70 Interessenten bereits Post.Partnerschaften in den jeweiligen Gemeinden vereinbart haben (Verträge stehen kurz vor Unterschrift) und mit vielen anderen Bewerbern in abschließenden Verhandlungen stehen.
Wir werden alle möglichen Rechtsmittel gegen diesen Bescheid ergreifen. Der Bescheid bewirkt das genaue Gegenteil von dem, was das Ministerium sagt. Er sichert nicht die Versorgung ab, sondern schadet unserem Unternehmen und gefährdet unser erfolgreiches Post.Partner-Konzept. Und damit zukünftig die flächendeckende, verlässliche Versorgung mit Postdienstleistungen für alle ÖsterreicherInnen

3 Kommentare
Auf der einen Seite das Managment mit Zielen (die ich jetzt nicht genau kommentieren möchte), auf der anderen Seite die Bevölkerung mit berechtigten Interessen, dazwischen bleiben wir, die Arbeitnehmer.
Was bleibt sind Befürchtungen bezüglich der vollständigen Postmarktliberalisierung.
Zur Zeit wollen alle alles. Wer die Rechnung zu zahlen hat sind die Arbeiter. Neue Kollektivverträge wo abzuwarten bleibt, ob notwendiges Personal gefunden wird. Mehr Arbeit (siehe Auftragsübernahme von Hermes - Paketzustellung) bei vielleicht irgendwann einer Abgeltung. Und wie auf den möglichen Volumensrückgang bei Konkurrenzzustellern am Briefsektor reagiert werden wird ist auch schon klar. 90% der Tätigkeiten sind fest vorgegeben - die Post muss auch mit hausnummer 20% weniger Briefen überall hinfahren, doch die Aufwandskosten werden gleich bleiben. Draufzahlen wird der Zusteller. Heute zuviel Arbeit in der Verbundzustellung, übermorgen größere Rayone.
Wieso lässt sich das Kommunikationsproblem zwischen Vorstand und Eigentümer=Politik nicht lösen? Welche Firma hat einen Chef, der selbst die GESETZESGRUNDLAGE schaffen kann, wie der Chef Geld verdient?
Muss ein österreichisches Problem sein. Naja, ab Donnerstag gibts ja einen neuen Vorstandsvorsitzenden. Bin schon gespannt, was der noch in der kürze der Zeit bewegen kann.
von Christian Gruber am 29. September 2009 | #
Abgesehen von der Diskussion um die Erfordernis der Umwandlung der Postämter hin zu Post.Partnern möchte ich diesbezüglich einen Nebenaspekt ansprechen.
Ein positiver Nebeneffekt der durch die Schließung von Postämtern entsteht ist die darauffolgende Immobilienverwertung.
Die Post AG, vertreten durch die PTI, verkauft im großen Stiel “Posteigene” Liegenschaften.
Dieser Besitz wurde jedoch aus Bundesvermögen, welches teils noch aus der Monarchie ( eh. Postdirektionen Graz, Klagenfurt, Innsbruck) stammt, an die Post und Telekom zur Nutzung übergeben.
Wenn nun diese Immobilien verkauft oder sogar versteigert werden, wer profitiert davon? Die Steuerzahler, die Postkunden, die Aktionäre oder das Management?
Kann es sein, dass die Post AG bei der Immobilienverwertung in Anlehnung an einen Spruch aus dem alten Testament von Hiob nach dem Motto
“ Die Steuerzahler haben`s gegeben - die Post AG hat`s genommen” handelt?
Mit freundlichen Grüßen!
von Österreicher am 5. Oktober 2009 | #
ein Blog ist keine Lobhudelei die klingt als würde man sie ausdrucken, eintüten und als Postwurfsendung verteilen wollen.
Einfach frei von der Seele schreiben, was einem bewegt, was man erlebt. Schreiben sie doch einmal einen richtigen Blogeintrag. Wie ein Meeting gelaufen ist, worüber sie sich geärgert oder gefreut haben. usw
Aber das hier kann man sich ja wirklich nicht antun.
von sabrina am 19. Oktober 2009 | #