Bevor ich mit dem Verfassen dieses Blogs begonnen habe, wusste ich nicht genau, was mich erwarten wird. Seit drei Wochen ist der Blog nun online und ich gebe zu, dass ich mit großer Begeisterung schreibe. Ich freue mich immer über Ihre Kommentare.
Ihr Interesse hilft mir, die Post auch aus einem völlig anderen Blickwinkel zu betrachten. Und das ist gut so. Denn durch diesen interaktiven Austausch mit Ihnen wird mir und meinen Kollegen bewusst, wo genau noch Aufklärungsbedarf besteht. Glauben Sie mir, es ist uns ein großes Anliegen, die getroffene Maßnahmen für die Zukunft der Post auch für andere nachvollziehbar zu machen.
Ich freue mich weiterhin auf einen interessanten Dialog mit Ihnen.
Immer wieder tauchen Fragen und Kommentare zu unseren Gesprächen mit den Bürgermeistern der betroffenen Gemeinden auf: Wieso nicht schon früher mit ihnen gesprochen wurde, dass diese ohnehin nichts bringen und alle Bürgermeister im Prinzip ihre Postfilialen behalten wollen. Dazu möchte ich in meinem heutigen Beitrag schreiben.
Wie es uns der Gesetzgeber vorgeschrieben hat, haben wir am 2. März dieses Jahres dem Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie unser Universaldienstkonzept vorgelegt - um garantieren zu können, dass die österreichische Bevölkerung auch nach der Öffnung des Postmarktes 2011 flächendeckend mit Postdienstleistungen versorgt werden kann.
Erst nach Abgabe dieses Konzeptes an das Ministerium, konnten wir die Gemeinden informieren. Es wurden alle 293 Bürgermeister angerufen und Gesprächstermine fixiert. Ich finde es beachtlich und bedanke mich bei den Bürgermeistern für ihre Bereitschaft offen den Dialog mit uns zu führen, dass wir in der kurzen Zeit bereits mit 206 Bürgermeistern zum Teil sehr positive Gespräche führen konnten!
Meine Erfahrung in persönlichen Gesprächen mit Bürgermeistern hat gezeigt, dass – wenn man Zahlen und Fakten in Ruhe bespricht – wir trotz anfänglicher Skepsis nicht nur Verständnis, sondern sogar auch Unterstützung für unser Handeln bekommen.
Weiters wurden am 2. März alle Landeshauptleute, Bürgermeister und Bürger der 156 Gemeinden, in denen wir zusätzliche Post.Partner suchen, über unsere geplanten Maßnahmen informiert.
Ich freu mich wenn ich all jene Fragen beantworten kann!
Als Vorstandsmitglied der Post habe ich in meinem Verantwortungsbereich meinen Beitrag zu leisten, die Post für die vollständige Marktöffnung 2011 und den erwarteten Wettbewerb fit zu machen.
Wir wollen gemeinsam erreichen, dass die Post im bevorstehenden Wettbewerb erfolgreich bestehen kann und nicht wie beispielsweise in Großbritannien bereits 2 Jahre nach der Liberalisierung kurz vor dem finanziellen Ruin steht, und man ernsthaft über einen Verkauf ans Ausland und Massenentlassungen nachdenkt.
Die notwendigen Vorbereitungen sind zu treffen, um die Post zu einem starken Spieler im Wettbewerb zu machen und dazu sind einige Änderungen notwendig und das obwohl die Post heute noch, insbesondere aufgrund des noch bestehenden Monopols, gute Gewinne erwirtschaftet.
Mit diesem Blog will ich die modernen Kommunikationsmöglichkeiten, denen ich gegenüber aufgeschlossen bin, nutzen, um interessierte Menschen, innerhalb und außerhalb unseres Unternehmens direkt und ohne Filter und Umwege anzusprechen. Ich will darin unsere Überlegungen und Vorhaben erläutern aber vor allem auch in den Dialog treten.
Ich bin mir der Bedeutung der österreichischen Post für die Infrastruktur und Versorgung unsere Landes, sowie der Verantwortung für mehr als 25.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bewusst. Ich lade Sie daher mit diesem Blog ein, sich selber ein Bild zu machen, wo unser Weg hingeht und warum das, was wir vorhaben hilft, die Post als österreichisches Unternehmen und damit die Versorgung in Österreich mit Postdienstleistungen abzusichern. Ich lade Sie aber auch zum Dialog ein. Ich werde versuchen im Rahmen meiner Möglichkeiten, auf Ihre Fragen, Befürchtungen und Anregungen einzugehen.
Helfen Sie mit, unsere Post erfolgreich in die neue Zeit zu bringen.
Ihr
Herbert Götz