Tag: Post.Partner

Entwurf für neues Postmarktgesetz ist enttäuschend.

Auf der einen Seite will die Politik von uns, dass wir weiterhin täglich für alle 3,9 Millionen Haushalte und Geschäftsadressen die Post bringen, und sie will, dass wir österreichweit ein flächendeckendes Filialnetz betreiben.
Auf der anderen Seite gibt es offenbar keine Bereitschaft für die
Kosten, die dadurch entstehen (Universaldienstkosten), auch zu bezahlen.
Am Runden Tisch am 18. November vergangenen Jahres, an dem Faymann und Molterer teilgenommen haben, wurde uns Verständnis zugesagt.
Von den zentralen Forderungen der Post:
  • Abgeltung des Universaldienstes durch das Budget
  • Freier Betreiberwechsel von der Postfiliale zum Post.Partner
  • Keine Belastung durch die Umrüstung auf die neue Hausbrieffachanlage für die Post
  • Lösung des Problems für arbeitsplatzverlustige Beamte
wurde jedoch keine in den Entwurf aufgenommen.
Wir hoffen im Begutachtungsprozess noch auf unsere Herausforderungen aufmerksam machen zu können.
Unsere Post braucht ein faires Umfeld um weiterhin für Sie da zu sein.

Bürgermeistergespräche.

Immer wieder tauchen Fragen und Kommentare zu unseren Gesprächen mit den Bürgermeistern der betroffenen Gemeinden auf: Wieso nicht schon früher mit ihnen gesprochen wurde, dass diese ohnehin nichts bringen und alle Bürgermeister im Prinzip ihre Postfilialen behalten wollen. Dazu möchte ich in meinem heutigen Beitrag schreiben.

Wie es uns der Gesetzgeber vorgeschrieben hat, haben wir am 2. März dieses Jahres dem Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie unser Universaldienstkonzept vorgelegt - um garantieren zu können, dass die österreichische Bevölkerung auch nach der Öffnung des Postmarktes 2011 flächendeckend mit Postdienstleistungen versorgt werden kann.

Erst nach Abgabe dieses Konzeptes an das Ministerium, konnten wir die Gemeinden informieren. Es wurden alle 293 Bürgermeister angerufen und Gesprächstermine fixiert. Ich finde es beachtlich und bedanke mich bei den Bürgermeistern für ihre Bereitschaft offen den Dialog mit uns zu führen, dass wir in der kurzen Zeit bereits mit 206 Bürgermeistern zum Teil sehr positive Gespräche führen konnten!
Meine Erfahrung in persönlichen Gesprächen mit Bürgermeistern hat gezeigt, dass – wenn man Zahlen und Fakten in Ruhe bespricht – wir trotz anfänglicher Skepsis nicht nur Verständnis, sondern sogar auch Unterstützung für unser Handeln bekommen.

Weiters wurden am 2. März alle Landeshauptleute, Bürgermeister und Bürger der 156 Gemeinden, in denen wir zusätzliche Post.Partner suchen, über unsere geplanten Maßnahmen informiert.
Ich freu mich wenn ich all jene Fragen beantworten kann!

Vergrößerung des Postnetzes - Fortschrittsanzeige.

Ich möchte in meinem heutigen Blogeintrag auf den neuen Indikator auf der rechten Seite hinweisen.

Hier halten wir Sie top-aktuell auf dem Laufenden, wie sich die Erweiterung des Poststellennetzes entwickelt.

Sie sehen mit wie vielen Bürgermeistern der Gemeinden wir schon Gespräche geführt haben, des weiteren in wie vielen Gemeinden, wo wir die Postfilialen durch Post.Partner ersetzen, es schon Interessenten gibt und wie viele Verträge bereits unterzeichnet wurden.

Der zweite Indikator bezieht sich auf die zusätzlichen 156 Post.Partner die wir installieren wollen, um das Poststellennetz weiter zu vergrößern.

Ich werde mich bemühen den Indikator aktuell zu halten. Ich freue mich zu sehen, wie unser Netz größer und die Post somit immer attraktiver für Ihre Kunden wird.

Die Wirtschaftlichkeit von Postfilialen.

Die Frage, ob und warum eine Postfiliale nicht wirtschaftlich ist, wird mir in letzter Zeit immer wieder gestellt.

Ich kann Ihnen versichern, dass wir sämtliche Postfilialen genauestens geprüft und einer Wirtschaftlichkeitsrechnung unterzogen haben. Und das über einen längeren Zeitraum hinweg, um wirklich objektiv entscheiden zu können.

Für unsere Kunden ist dies oft nur schwer nachvollziehbar. Ihnen erscheinen manche Postfilialen, die auch von einer Schließung betroffen sind, ganz und gar nicht unwirtschaftlich. Bitte vergessen Sie nicht, dass zu Stosszeiten natürlich immer mehr los ist und dadurch ein völlig anderer Eindruck entstehen kann.

Prüfungen haben ergeben, dass in den von der Umwandlung betroffenen Postfilialen durchschnittlich 8 eingeschriebene Briefe, 6 Erlag- und Zahlscheine, 13 Pakete, 45 Briefe oder Briefmarken und 1 EMS Sendung in Summe über den Tag verteilt aufgegeben werden. Das ist wirklich nicht besonders viel. Eine Kleinstfiliale schafft es gerade einmal durch die Erträge die Personalkosten zu decken. Weiters müssen auch die Standortkosten abgedeckt werden. Davon ergibt sich ein Verlust von rund € 40.000,-.

Oft werden wir auch gefragt, warum die alten Postamts-Gebäude nicht einfach verkauft werden und die Post lediglich für einen kleineren, tatsächlich benötigten Raum Miete bezahlt. So einfach ist diese Rechnung aber leider nicht. Wenn wir ein Gebäude, dass im Besitz der Post AG ist, verkaufen und nur die Räumlichkeiten mieten, die wir benötigen, wäre die Rückmiete inklusive der Betriebskosten um einiges teurer. Und außerdem werden einer Filiale schon heute nur die anfallenden Kosten für die tatsächlich benutzte Fläche zugeordnet. Die Restkosten des Hauses belasten die Filiale nicht. Deswegen soll dort, wo wir mit unserem Geschäft alleine Verluste machen, es jemand anderer übernehmen, der es genauso gut macht, und so in Summe mit seinem Stammgeschäft erfolgreich ist. Damit wir dort, wo wir unersetzbar sind, investieren können.

Glauben Sie mir – mit neu gewonnenen Post.Partnern, die engagiert und verlässlich unsere Postdienste auch in kleineren Gemeinden anbieten, sichern wir unser Unternehmen und gleichzeitig auch auf beste Weise die Versorgung unserer Kunden mit Post- und Bankdienstleistungen in ganz Österreich.

Ist es attraktiv, Post.Partner zu sein?

Eine der wichtigen Fragen, die oft gestellt und diskutiert wurden (auch in Kommentaren zu meinem Blog), ist die nach der Höhe des Verdienstes von Post.Partnern. 10.000 oder doch 15.000 Euro jährlich sind die meistgenannten Zahlen.

Dazu einige Fakten:
  • Die Bandbreite der Post.Partner Einkommen liegt heute zwischen 10.000 und 30.000 Euro jährlich, der Durchschnitt bei etwa 15.000 Euro
  • Die Bezahlung erfolgt leistungsorientiert in allen Bereichen. Seit 1.1.2009 gibt es eine Prämie in Höhe von bis zu 3.000 Euro pro Jahr für die Erfüllung von Qualitätskriterien (das ist neu- damit wurde die Post.Partnerschaft noch attraktiver gemacht)
  • Zusätzliche Verdienstmöglichkeiten haben Post.Partner, wenn sie Kunden an die Bawag-PSK vermitteln; sie erhalten bei erfolgreicher Vermittlung eine Prämie, die bei einigen Post.Partnern einen wesentlichen Beitrag zu ihrem Einkommen
    leistet
Insgesamt haben wir seit Bekanntwerden unserer Umstellung bereits über 500 Bewerbungen für die Post.Partnerschaft erhalten. Das zeigt, dass unser Konzept offenbar von Vielen als sehr attraktiv erkannt wird.

Ein Beispiel aus einer Umstellung im Jahr 2008 fällt mir dazu ein: In Abfaltersbach in Osttirol (Bez. Lienz), ein Ort mit ca. 600 Einwohnern, wollte der lokale ADEG sein Geschäft schließen. Durch die Post.Partnerschaft haben wir mitgeholfen sein Überleben zu sichern und der Bevölkerung damit die Nahversorgung ermöglicht.
Oft wird argumentiert, dass die Post.Partnerschaft nicht langfristig attraktiv ist und viele wieder kündigen. Das stimmt ganz und gar nicht. Insgesamt haben in den Jahren 2006 und 2007 nur 6 (von 210) Post.Partnern die Partnerschaft zurückgegeben. Dabei handelte es sich in fast allen Fällen um Geschäftsaufgaben oder Pensionierungen.

Wir haben bereits mit Gesprächen mit den Bürgermeistern der von der Schließung betroffenen Gemeinden begonnen und mit fast allen Termine in den nächsten Wochen ausgemacht. Bis Ostern sollten alle Gespräche durchgeführt sein.
Bisher haben wir überwiegend positive Gespräche gehabt, unser Konzept der Post.Partnerschaft wird von potenziellen Partnern und Bürgermeistern gut angenommen und verstanden.

Mehr Infos zum Thema Post.Partner und die Möglichkeit zur Anmeldung